Sicherheit bei Schoenheits-OPs Ratgeber

Aufgrund aktueller Ereignisse und Schlagzeilen fragen sich viele Patientinnen und Patienten: Wie kann für eine anstehende Schönheitsoperation größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden?

Die Auswahl eines kompetenten Operateurs ist entscheidend – „der Begriff Schönheitschirurg ist dabei leider nicht geschützt und vielen Kollegen ein Dorn im Auge“, erläutert Dr. Hrabowski, Klinikleiter und Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie der Mannheimer Klinik für Plastische Chirurgie. Theoretisch darf also auch ein HNO-Facharzt, ein Internist oder ein Dermatologe eine Brustoperation anbieten.

Plastisch-ästhetische Eingriffe, sogenannte Schönheitsoperationen, dienen seit jeher dem Zweck, Menschen zu höherem Selbstwertgefühl zu verhelfen und die Lebensqualität zu steigern. Risiken dieser Operationen gehen heutzutage beinahe gegen Null – Voraussetzung hierfür ist ein erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und die Einhaltung höchster Sicherheits- und Hygienestandards.

Welche Rolle ärztliche Qualifikationen sowie die richtige Vor- und Nachsorge spielen und wie das Risiko ästhetischer Eingriffe auf ein Minimum gesenkt werden, erläutern wir in diesem Beitrag.

Wer darf überhaupt Schönheitsoperationen durchführen?

Wer darf überhaupt Schönheitsoperationen durchführen?

In Deutschland gelten bis dato (leider) keine offiziellen Richtlinien, die die Durchführung plastischer Operationen ohne gültige Facharztqualifikation verbieten. Das ärztliche Berufsrecht gibt jedem approbierten Arzt die Erlaubnis, bestimmte medizinische Tätigkeiten auszuüben, sofern er die dafür notwendigen Fähigkeiten erworben hat. Allerdings wird diese Qualifikation erst im Rahmen von gutachterlichen Schadensprüfungen kontrolliert – also nicht vor Beginn der ärztlichen Berufsausübung, sondern tatsächlich erst nach einem Schadensfall und womöglich entstandenen Behandlungsfehlern.

Traurige Bilanz: Viele chirurgische Eingriffe werden von nicht qualifizierten Ärzten vorgenommen. Dies ist nicht ungefährlich für den Patienten und kann schlimmstenfalls zum Tod führen. Von unschönen „Kunstfehlern“ über körperliche Einschränkungen bis zu lebensbedrohlichen Auswirkungen reichen die möglichen Folgen. Daher gilt für Interessenten, besonders bei der Arzt- und Klinikwahl die Augen offen zu halten und einen kritischen Blick auf dessen Facharztausbildung zu werfen. Der Titel „Schönheitschirurg“ ist keine geschützte Bezeichnung und darf daher von jedem Arzt getragen werden. Nur, wer den offiziellen Facharzttitel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ trägt, verfügt über eine spezielle, mindestens sechsjährige Ausbildung auf diesem Spezialgebiet. Man sollte eher stutzig werden, wenn nur mit dem Titel „Schönheitschirurg“ geworben wird, oft liegt dann eine adäquate Facharztbezeichnung nicht vor.

 

Wie kann der Facharzt Risiken einschätzen und minimieren?

Behandlung

Jeder Eingriff birgt, abhängig von der Art der Operation und der Patientengeschichte, gewisse Risiken – das weiß jeder qualifizierte Chirurg und kommuniziert das offen an seine Patientinnen und Patienten. Bestehen Vorerkrankungen, bekannte Allergien oder eine schlechte Konstitution bei dem Patienten bzw. der Patientin, wird im Regelfall von einer Behandlung abgeraten oder diese wird ganz abgelehnt – dabei darf der Profit nicht im Vordergrund stehen, sondern die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Aber auch bei guten Voraussetzungen kann es in seltenen Fällen zu Komplikationen oder Nachwirkungen kommen. Daher werden vor, während und nach einer Operation bei einer seriösen Klinik die höchsten Qualitätsstandards eingehalten. Immerhin geht es um Menschen, ihre Körper und dessen Unversehrtheit.

Bei jeder Operation, die unter Narkose erfolgt, muss zusätzlich ein Anästhesist vor Ort sein, der diese Narkose durchführt, sowie für die gesamte Dauer des Eingriffes an der Seite des Patienten bleibt. Der behandelnde Facharzt verfügt aufgrund seiner jahrelangen Ausbildung (bei der allein mehrere hundert Eingriffe unter Aufsicht erfolgt sein sollten) und anschließenden freien Arbeit über beste Kenntnisse und Erfahrung, um zielsicher vorzugehen und auf mögliche Komplikationen und Notfallsituationen umgehend zu reagieren.

 

Worauf sollten Patienten bei einer Schönheitsoperation achten?

Implantat

Neben der Beachtung der Arztqualifikation gibt es für Patienten weitere wichtige Faktoren, die für eine risikoarme Operation von großer Bedeutung sind. Bereits im vorangehenden Beratungsgespräch dürfen keine wichtigen Fragen zur Behandlung, der richtigen Vorbereitung oder auch den Kosten offenbleiben – weder vonseiten des Arztes noch des Patienten. Nur bei offener Arzt-Patienten-Kommunikation können Missverständnisse vermieden werden. Den Anweisungen des Facharztes bezüglich der Vorbereitung auf den Eingriff sowie der Nachsorge sind dabei in jedem Fall Folge zu leisten. Zudem sollten Sie gut prüfen, welche Eingriffe der Operateur bereits durchgeführt hat, wie viele Eingriffe er vorweisen kann und auch im Internet Recherche betreiben, z.B. in Form einer Untersuchung der bisherigen Bewertungen. Achten Sie beim letzten Punkt unbedingt auf die Echtheit von Bewertungen, denn diese können in der heutigen Zeit auch gekauft sein. Wenn die meisten Fünf-Sterne-Bewertungen (im Beispiel von Google) von Profilen kommen, die bisher nur eine Rezension veröffentlicht oder an wenigen aufeinander folgenden Tagen bundesweit Bewertungen abgegeben haben, ist Vorsicht geboten – nur in seltensten Fällen besuchen und bewerten Patienten Ärzte bundesweit. Es gibt verschiedene Arztbewertungsportale mit unterschiedlicher Wertigkeit. Am besten, Sie bilden sich ein Bild aus den verschiedenen Bewertungsportalen, auf die meistens auf der Homepage des Arztes hingewiesen werden. Auch haben mittlerweile viele Ärzte einen eigenen YouTube-Kanal. Hier kann man den Arzt vor einem Beratungstermin schon etwas „kennenlernen“.

Dr. med. Manuel Hrabowski

Leiter der Mannheimer Klinik für Plastische Chirurgie

Dr. med. Manuel Hrabowski, Leiter der Mannheimer Klinik für Plastische Chirurgie, behandelt seit vielen Jahren erfolgreich Patienten im Bereich der plastisch-ästhetischen Körperkonturierung. Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie weiß er um die Risiken eines Eingriffes und wie diese auf ein Minimum zu senken sind. In einem obligatorischen Beratungsgespräch nimmt er sich ausreichend Zeit, um auf sämtliche Fragen einzugehen.

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