Brustvergrößerung um mehrere Körbchengrößen

Verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten, variable OP-Techniken und Materialvielfalt, die Brustvergrößerung bietet heutzutage ein reichhaltiges Angebot an Vorgehensweisen – und ist so beliebt wie nie! Ob Eigenfett oder Silikonimplantat, runde oder tropfenförmige Form hängt dabei oft nur noch von den Wünschen der Patientin ab. Auch die verfügbaren Volumina lassen so gut wie keine Wünsche offen. Doch wie verhält es sich mit der Vergrößerung um gleich mehrere Körbchengrößen? So wünschen sich einige Patientinnen beispielsweise den Wechsel von Körbchengröße A auf D. Besteht hier ein erhöhtes Risiko und ist eine Operation überhaupt möglich?

Risiken können nie ganz ausgeschlossen werden

Grundsätzlich sollte bei einer Brustvergrößerung, aber ebenso bei jedem anderen operativen Eingriff, berücksichtigt werden, dass trotz der heutigen Qualitätsstandards immer ein Restrisiko bleibt. Neben möglichen Wundheilungsstörungen kann in seltenen Fällen beispielsweise eine sogenannte Kapselfibrose auftreten, eine Verhärtung der Kapsel, die sich durch das Einsetzen von Implantaten bildet.

OPs mit deutlich aufwendiger Schnittführung weisen zumeist ein etwas erhöhtes Risiko für Komplikationen auf. Bei Brustvergrößerungen auf ein großes Volumen werden die Wundnähte zwangsläufig einem größeren Gewicht ausgesetzt, hier wirkt allerdings die richtige Kompressionskleidung entlastend.

OP möglich? Der Facharzt schafft Klarheit

Es lässt sich keine allgemeine Aussage dazu machen, ob die Brustvergrößerung um mehrere Körbchengrößen bei jeder Patientin möglich ist und durchgeführt werden sollte. Dies kann erst in der präoperativen Voruntersuchung durch den behandelnden Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie festgestellt werden. Das Limitierende ist in den allermeisten Fällen die Größe der Brust, die Straffheit der Brust und die Weichteilbedeckung. Wenn genug Brustgewebe vorhanden ist und die Haut das neue deutlich größere Brustvolumen „aushält“, kann so eine OP vorgenommen werden. Gegebenenfalls besteht auch die Möglichkeit, die Brustvergrößerung in zwei Sitzungen zu unterteilen, damit das Gewebe sich ausreichend dehnt.
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett lässt dagegen in den allermeisten Fällen nur eine Steigerung um etwa eine Körbchengröße zu.

Extreme Brustvergrößerungen sind meist gar nicht gewünscht

Trotz des Wunsches vieler Frauen, ein großes Brustvolumen zu erlangen, ist die Nachfrage extremer Brustvergrößerungen längst nicht so hoch wie vielfach angenommen. Denn tatsächlich bevorzugt der Großteil aller Brust-OP-Patientinnen eine Volumensteigerung um eine oder maximal zwei Körbchengrößen. Ein Grund hierfür ist der häufige Wunsch, ein ansprechendes, dabei jedoch ein natürliches Ergebnis zu erzielen. Besonders sehr schlanke Patientinnen wählen daher oft keine zu großen Volumina.

Dr. med. Manuel Hrabowski

Leiter der Mannheimer Klinik für Plastische Chirurgie

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