Qualitätssicherung



Die
Suche nach einem kompetenten Arzt ist eine heikle Angelegenheit, besonders
wenn es um Operationen in Körperregionen geht, die wie beispielsweise
das Gesicht, jederzeit sichtbar sind und nicht von Kleidung verdeckt werden
können. Die VDPC hat sich der Qualitätssicherung in der Plastischen
Chirurgie verschrieben und fordert von seinen Mitgliedern konsequente
Aus- und Weiterbildung.
Über
die Qualifikation zum Facharzt für Plastische Chirurgie
Der Plastische Chirurg ist ein anerkannter Facharzt, mit einer Weiterbildungszeit
von mindestens sechs Jahren und dementsprechenden Prüfungen. Die
Weiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie beginnt nach
dem Abschluss des Studiums der Humanmedizin mit dem Erhalt der Approbation
als Arzt. In der Weiterbildungsphase muß der Arzt ca. 600 Operationen
selbstständig unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen
durchführen. Nach diesen praktischen Erfahrungen und theoretischen
Weiterbildungen muß der Arzt die Facharztprüfung an der jeweiligen
Landesärztekammer ablegen. Erst dann erhält der Arzt offiziell
den Titel "Facharzt für Plastische Chirurgie". Diese Facharztbezeichnung
gibt dem Patienten die Sicherheit, dass der Arzt auch für die Krankheitsbilder
auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie ausgebildet wurde. Es bleibt
anzumerken, dass allein der Titel "Facharzt für Plastische Chirurgie"
geschützt ist. Andere Bezeichnungen wie "Kosmetischer Chirurg",
"Schönheitschirurg" oder "Ästhetischer Chirurg"
sind keine geschützten Titel und können von jedem Arzt geführt
werden, sagen allerdings nichts über ihre Aus- bzw. Weiterbildung
aus.
Die VDPC
hat sich der Herausforderung zum Qualitätsmanagement in ihrem Fachgebiet
gestellt und als ersten Schritt 1994 Weiterbildungsseminare für Assistenten
in der Weiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie angeboten.
Die Vereinigung fordert von den Assistenten während ihrer sechsjährigen
Ausbildungszeit eine Teilnahme an mindestens 18 Seminaren, bevor sie zur
Facharztprüfung zugelassen werden. Somit ist über die Vorgaben
der Ärztekammer und ihrer Facharztprüfung hinaus durch die VDPC-Weiterbildungsseminare
ein weiteres internes Qualitätskriterium geschaffen worden. Neben
diesem Ausbildunsgprogramm hat die VDPC ein "Ärztliches Fortbildungsprogramm"
für die schon ausgebildeten Fachärzte entworfen, um das Wissen,
die Fertigkeiten und die beruflichen Leistungen aufrecht zu erhalten.
Über einen Zeitraum von drei Jahren muß eine bestimmte Anzahl
von Seminaren, Kongressen und Operationskursen etc. besucht werden. Die
jeweiligen Veranstaltungen werden entsprechend ihrer Wertigkeit mit einer
definierten Anzahl von Punkten belegt, die nach drei Jahren zu einer vorgegebenen
Mindestsumme zusammengezählt werden. Erfüllt ein Mitglied der
VDPC diese Auflagen nicht, kann es zum Ausschluss aus der Vereinigung
kommen. Durch dieses Aus- und Weiterbildungsprogramm wird eine Qualifizierung
der Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen auf
breiter Basis erreicht. Neuere wissenschaftliche wie auch klinische Entwicklungen
können von den Mitgliedern entsprechend schnell zum Wohle der Patienten
umgesetzt werden.
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