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Bei
der Dupuytren'schen Kontraktur oder dem Morbus Dupuytren handelt es sich
um eine Verhärtung und Wucherung der so genannten Palmaraponeurose,
einer derben Bindegewebsplatte, die nur im Bereich der Hand- und Fußflächen
zu finden ist. Oft wird die, aus der Wucherung resultierende Beugekontraktur
der Finger auf eine "Verkürzung der Sehnen" zurückgeführt.
Indikation
Wenn der Patient sich durch die Verhärtung der Handinnenfläche
sehr beeinträchtigt fühlt, kann die Wucherung operativ entfernt
werden. Prinzipiell ist es besser, in einem frühen Stadium, d.h.
solange die Finger sich noch gut strecken lassen, zu operieren. Je später
die Operation durchgeführt wird, um so aufwändiger und ausgedehnter
wird der Eingriff und um so eher besteht die Gefahr, dass eine vollständige
Wiederherstellung der Streckung nicht erreicht werden kann.
Operation
Bei dem Eingriff wird je nach Indikation und Ausdehnung des Befundes das
wuchernde Gewebe von den gesunden Strukturen abpräpariert. Es ist
von essentieller Bedeutung, dass die feinen Nerven und Gefäße
der Finger peinlich geschont werden, da die Wucherungen manchmal diese
Strukturen regelrecht ummauern.
Betäubung
Die Operation wird entweder in lokaler Betäubung oder in Plexusanästhesie
(Betäubung des Armes), d.h. Narkose der 3 großen Armnerven
durchgeführt.
Klinikaufenthalt
Ein stationärer Aufenthalt in der Klinik ist für 1-2 Tage möglich,
meistens jedoch nicht notwendig.
Nach
dem Eingriff
Nach der Operation wird zunächst für 4-5 Tage ein immobilisierender
Verband angelegt. Im Anschluss an die erste postoperative Phase sollten
intensive Übungen der operierten Hand durchgeführt werden. Bei
präoperativ deutlich eingeschränkter Streckfähigkeit der
Finger kann es notwendig sein, diese krankengymnastischen Übungen
für längere Zeit vorzunehmen. Die Fäden werden nach 14
Tagen entfernt. |