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Bei
diesem Krankheitsbild kommt es zu einer Einengung des Raumes unter dem
kräftigen Band am beugeseitigen Handgelenk. Dadurch wird der hier
verlaufende Mittelnerv eingeklemmt. Folgen sind vor allem nächtliche
Schmerzen der betroffenen Hand, ein Einschlafen der Finger (Daumen, Zeige-,
Mittel- und eine Seite des Ringfingers), Kraftlosigkeit der Hand und u.
U. eine Atrophie, d.h. eine Abnahme der Daumenballenmuskulatur.
Indikation
Bestehen die oben geschilderten Beschwerden und ist das Krankheitsbild
neurologisch durch eine spezielle Untersuchung gesichert, sollte man die
Operation durchführen. Andernfalls kann sich die atrophierte Daumenballenmuskulatur
nicht mehr regenerieren.
Operation
Über der Beugeseite des Handgelenkes wird ein wenige Zentimeter langer,
längsverlaufender Schnitt angelegt. Das kräftige bindegewebige
Band wird durchtrennt und der Mittelnerv wird freigelegt. Unter Umständen
wird zusätzlich eine Einkerbung der Nervenhülle vorgenommen
oder der Muskellast zum Daumenballen befreit. Besonders wichtig bei diesem
Eingriff ist eine sorgfältige Präparation um die Nerven nicht
zu verletzen. Nach der Operation wird ein kräftiger Verband angelegt.
Anästhesie
Die Operation wird in Lokalanästhesie (nur örtliche Betäubung)
oder Plexusanästhesie
(der Arm wird betäubt) vorgenommen.
Klinikaufenthalt
Ein Klinikaufenthalt ist in der Regel nur für einige Stunden / 1 Tag erforderlich.
Nach
dem Eingriff
Durch den Eingriff verschwinden die beklagten Schmerzen erfahrungsgemäß
schon in der ersten Nacht danach. Bestehende Taubheitsgefühle der
Finger brauchen manchmal einige Monate, bis sie vollständig verschwunden
sind. Die ersten Tage nach der Operation sollte das Handgelenk geschont
werden, das Bewegen der Finger jedoch kann und soll schon beginnen, sobald
die Narkosewirkung nachlässt. |